Bei den diesjährigen WorldSkills musste sich Jonas Danninger mit den Besten der Branche messen – und das trotz hartnäckiger Erkältung. Nachwuchstalente aus insgesamt 27 Länder traten bei den WorldSkills 2026 im Beruf Kälte- und Klimatechnik an – so viele wie nie zuvor. Der Wettbewerb musste deshalb erstmals im Schichtbetrieb ausgetragen werden. Die Prüfung bestand aus vier Modulen, die sich auf vier Tage verteilten: Fabrication – das Löten eines Bauteils aus Kupfer nach genauen Vorgaben –, der Zusammenbau einer Kälteanlage mit anschließender Inbetriebnahme sowie Fehlersuche und -behebung in den Bereichen Elektrotechnik und Kältetechnik. „Neben dem Know-how braucht es auch ein bisschen Glück, damit am Wettkampftag alles fehlerfrei klappt“, so Ausbildner Rupert Danninger.
Intensive Vorbereitung
Im Rahmen der umfassenden Vorbereitung nahm Jonas Danninger an Trainingscamps in China und Deutschland teil, wo er gemeinsam mit Teilnehmern aus Ungarn, Tschechien, Österreich und Deutschland trainierte. Zusammen mit seinem Ausbildner verbrachte er acht Tage im Ausbildungszentrum im chinesischen Guangzhou. Dabei wurde der komplette Bewerb durchgespielt – mit besonderem Augenmerk auf das neue Regelwerk und die Leistungen der internationalen Konkurrenz im eigenen Beruf. „Die Konkurrenz aus dem asiatischen Raum und Australien ist besonders stark und nicht zu unterschätzen“, stellt Rupert Danninger fest.
Starkes Team Oberösterreich
Neben Jonas Danninger kämpften sieben weitere Talente aus Oberösterreich bei diesen WorldSkills um Medaillen – darunter Koch Hannes Sortsch, CNC-Dreher Fabian Spitzer sowie die Gartengestalter Marcel Ortner und Simon Weiß. Fliesenleger Andreas Landl aus Oberösterreich wird als punktemäßig bester Österreicher mit dem Titel „Best of Nation“ ausgezeichnet. Fünf Medals für Excellence gehen nach Vorarlberg: an Janick Gehrer, Elena Mathis, Deniz Mutun, Simon Österle und Sandro Flatz. Die Steiermark darf über Auszeichnungen für Paul Bürki, Julia Kaufmann und Anna Tritscher jubeln. Aus Salzburg erhalten Julia Gschwandtner und Bernhard Moser ein „Medal for Excellence“. Für Niederösterreich sind Valentina Otzelberger, Paul Meisterhofer und Christoph Schöndorfer erfolgreich. Komplettiert wird die rot-weiß-rote Erfolgsbilanz durch Medals for Excellence für Elias Stephan aus dem Burgenland, Noah Trettenbrein aus Kärnten und Abdulkadir Özen aus Wien.
Top-Erfolge für Österreich
Insgesamt repräsentierten 48 Nachwuchsfachkräfte aus 42 verschiedenen Berufen Österreich bei den Berufsweltmeisterschaften. Die jungen Fachkräfte holten vier Mal Silber, sechs Mal Bronze sowie 20 Medallions of Excellence. Die Nationenwertung geht an Gastgeber China, Österreich wird starker Siebter. Damit ist die Alpenrepublik das dritterfolgreichste Land Europas, hinter Schweiz und Frankreich, knapp vor Deutschland.
